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Vorstellung der Mitglieder der Juso HSG (Teil 1)

Wir wünschen euch schöne Semesterferien, sowie eine erfolgreiche Hausarbeiten- und Klausurenphase!

Wir möchten Euch in den Semesterferien Menschen der Juso-HSG vorstellen, die für Euch aktiv sind!
Den Anfang macht Sophie:

„Hi, ich bin Sophie (21) und studiere Evangelische Theologie auf Kirchliches Examen im 7. Semester. Seit 7 Jahren bin ich bei den Jusos und in der SPD. Als AStA-Referentin der Juso-Hochschulgruppe darf ich mich im Referat für Soziales, Wohnen und Gesundheit besonders im Bereich der familiengerechten und barrierearmen Hochschule engagieren. Im Moment arbeite ich an einer Mitnahmeregelung für Kinder von 6-14 Jahren mit dem Semesterticket und möchte einen Thementag zu Barrieren und Hürden in der Uni organisieren. Für die Zukunft stehen Themen wie Spielräume in Prüfungsordnungen, Möglichkeiten für ein Kulturticket und die Schaffung weiterer Eltern-Kind-Räume auf dem Campus auf der Agenda.
Feminismus, Glitzer und das gute Leben für Alle – dafür streite ich an der Uni und in der Gesellschaft!“

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Juso HSG Plenum

Du hast Lust auf Hochschulpolitik? Du möchtest dich an deiner Uni engagieren? Dann komm doch Mal bei uns vorbei und lern uns kennen. Wir treffen uns regelmäßig montags in dem AG-Raum 00010 in der Philosophischen Fakultät.

Wann: Jeden Montag im Semester um 20 Uhr

Wo: AG-Raum 00010 in der PhilFak

P.s. auf dem nächsten Plenum am 16.01. wird unser Gruppenmitglied Ben über den potentiellen Wandel der Türkei von einer parlamentarischen zur präsidentiellen Republik sprechen

 

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Redebeitrag zur Mahnwache der DIDF-Jugend (16.12.2016)

Unser Gruppenmitglied Anna-Lena durfte am 16.12.2016 auf der Mahnwache für Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei der DIDF-Jugend reden.

 

Ich spreche heute für die Juso-Hochschulgruppe und die Marburger Jusos. Und ich muss sagen, ich finde es unbeschreiblich schade, dass es diese Veranstaltung hier heute geben muss. Leider ist sie aber mehr als notwendig. Daher danke ich der DIDF-Jugend, dass ihr die Initiative ergriffen habt und so viel Zeit in die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung gesteckt habt. Und ich finde es toll, dass so viele Menschen heute hierher gekommen, um die Mahnwache zu unterstützen. Vielen Dank!

Vor circa 250 Jahren schrieb Voltaire: “Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

Im Sinne dieses Zitats möchten wir heute fast 3 Jahrhunderte später nicht nur hier und heute unsere Solidarität mit und unsere Unterstützung für die hunderten, tausenden Menschen in der Türkei aussprechen, die aufgrund von politischen Einstellungen und/oder Meinungsäußerungen inhaftiert wurden oder darum fürchten müssen.

Im Vorfeld dieser Veranstaltung habe ich mir mit mehreren Menschen Gedanken darüber gemacht, was diese Mahnwache für uns bedeutet. Im Sinne Voltaires empfinden wir es als außerordentlich wichtig, unsere Solidarität mit allen Menschen zu erklären, die aufgrund einer anderen Meinung als die der Regierung – also ganz einfach ihrer eigenen, persönlichen Meinung – inhaftiert wurden oder tagtäglich in Angst um ihre Familien und Freund*innen leben. Wir denken hier vor allem an kritische Journalist*innen, pro-kurdische Politiker*innen und Aktivist*innen. Ihnen, aber auch allen anderen, gilt unsere Unterstützung.
Doch wie kann es eigentlich sein, dass momentan in der Türkei Grundprinzipien für ein freies Leben eingeschränkt werden, und die EU, die zahlreiche Kooperationen mit der Türkei schließt, denken wir nur einmal an den Flüchtlingsdeal, noch nicht einmal offen Kritik an dieser stark freiheitseinschränkenden Politik übt? Wir fordern, dass nicht nur einzelne Gruppen, wie wir hier heute, Kritik an der Unterdrückungspolitik der türkischen Regierung üben, die mit demokratischen Grundwerten nicht mehr viel zu tun hat, sondern auch die EU. Und wir fordern sie dazu auf, Verträge mit Ländern zu überdenken, die elementare Bestandteile der Menschenrechte missachten.
Laut Reporter ohne Grenzen rangiert die Türkei am Ende der Rangliste der Pressefreiheit, Platz 151 von 180. Nach dieser Information sitzen dort momentan 41 Journalist*innen in Haft, 1 Journalist wurde getötet. Mehr als 3000 Journalist*innen haben ihren Job verloren. Seit den Anschlägen letztes Wochenende wurden über 200 Politiker*innen verhaftet, einzig und allein für ihre pro-kurdische Einstellung. Doch trotz der erschreckenden immer weiterschreitenden Entwicklung in der Türkei glauben wir an eine Zukunft, in der die politische Opposition frei agieren kann und kritische Medien frei berichten dürfen – ob deren Meinung von der Regierung geteilt wird oder nicht.
Wir möchten abschließend noch einmal unseren tiefen Respekt und unsere Solidarität gegenüber allen ausdrücken, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen, sondern die weiterhin für eine Türkei eintreten, in der das Recht zur freien Meinungsäußerung ermöglicht wird.

Unsere Solidarität geht an all die Menschen, die ihre Kraft dafür einsetzen, auf Missstände hinzuweisen. Sie geht an die Menschen, die in Sorge um Familienmitglieder und
Freund*innen leben müssen.
Unsere Solidarität gilt allen, die weiterhin an eine Türkei glauben, in der Menschen aller politischen und weltanschaulichen Einstellungen, sowie Kurd*innen und Nicht-Kurd*innen friedlich miteinander leben und gleich behandelt werden.

In diesem Sinne: Hoch die internationale Solidarität!