Permalink

0

AStA ohne Mehrheit / AStA-Party fällt aus

Im vergangenen Monat tagte das Studierendenparlament wöchentlich. Das ist außergewöhnlich häufig für dieses Gremium. Der Grund dafür ist in der Zerstrittenheit der aktuellen (nicht mehr existenten) Koalition zu suchen.

Anfang April trat die AStA-Vorsitzende Waleria Nichelmann von ihrem Amt zurück. Im Parlament munkelte man darüber, dass es aggressives Verhalten innerhalb des Vorstandes gab und Finanzvorstände Ausgaben ohne Rücksprache getätigt hätten. In der folgenden Zeit traten alle Gruppen aus der Koalition aus, bis auf das ProLL, das mit seinem einen Sitz im StuPa zur Zeit die Koalition darstellt. Die Austritte aus der Koalition führten dazu, dass alle jene Listen auch ihre Referent*innen aus dem AStA abzogen. Zur Arbeitsfähigkeit desselben – ob die je bestand, sei dahingestellt – tragen Rücktritte natürlich nicht bei. Bis jetzt (19.05.) sind über 22 Referent*innen zurückgereten. Die Referate Campusneubau und Religionskritik sind nicht mehr existent.
Gerade beim Wegfall von Campusneubau wird deutlich auf welche egoistische Weise der AStA seinen Streit auf dem Rücken der Studierenden austrägt. Die Aufgabe des Referats war beim Neubau des Campus Firmanei für Räumlichkeiten für die Studierendenschaft zu arbeiten. Dieser studentische Druck gegenüber der Universität fällt nun zu unserem Bedauern weg.

AStA-Party findet nicht statt
Durch die zahlreichen Rücktritte ist auch das Kulturreferat, welches die AStA-Party organisiert, stark beeinträchtigt. Aus diesem Grund findet keine Party mehr dieses Semester statt. Schon das Hickhack der Listen in StuPa & AStA ist für uns untragbar; abgeschossen wird der Vogel nur noch durch ausfallende Veranstaltungen wie der Party. Diese ist für viele Studierende, abgesehen vom Semesterticket, der einzige Anknüpfungspunkt an den AStA. Fällt diese aus, entfällt eine große Möglichkeit den Studierenden die Institutionen und Möglichkeiten der Studierendenschaft näher zu bringen.
Bei einer Beteiligung der Juso-Hochschulgruppe an einer künfitgen Koaliton wird es ein solches Fiasko nicht geben; wir streiten für den Erhalt der AStA-Party!

Neben allen Rücktritten und Ausfällen gibt es aber auch positives aus dem Parlament zu vermelden Mit sehr großer Mehrheit wurde die Verlängerung des IC/EC-Vertrages mit der DB Fernverkehr angenommen. Dieser Vertrag gilt nun die nächsten Jahre und verzeichnet leider einen Anstieg der Kosten des Tickets um 2,50 € pro Semester.
Das neue IC/EC-Ticket kann über das aktuelle Gebiet hinaus bis Mannheim und Siegen genutzt werden und ist schon ab März/September gültig. So können neue Studierende das Ticket schon im Monat vor Semesterbeginn nutzen.

Lukas Wimmer

Autor: Lukas Wimmer

studiert Geographie (B.Sc.) - war in StuPa und Senat

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.