Unser Programm

Hier findet Ihr unser für die Legislatur 2014/2015 abgestimmtes Arbeitsprogramm:

Studium

Kostenlose Bereitstellung von Veranstaltungsunterlagen!
Wir fordern, dass alle notwendigen Veranstaltungsunterlagen, wie etwa Skripte, den Studierenden kostenlos über die Lernplattform ILIAS zur Verfügung gestellt werden.
Wir finden es skandalös, dass Studierende, etwa der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, dazu gezwungen werden, die Veranstaltungsunterlagen käuflich bei den Lehrstühlen zu erwerben. Zum einen ist dies in Zeiten von Smartphones und Tablets äußerst umweltschädlich, zum anderen stellt dies eine unfaire finanzielle Belastung der Studierenden dar.

Studienzeiten entzerren!
Wir halten es für inakzeptabel, dass Klauseln in Studienordnungen den Entzug des Prüfungsanspruchs vorsehen, falls nach einer bestimmten Anzahl an Semestern nicht eine entsprechende Summe an ECTS-Punkten erworben wurden, gleichzeitig jedoch keine Möglichkeit geschaffen wurde, dies unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände der Studierenden zu gewährleisten.
Wir fordern daher, dass alle Prüfungen in jedem Semester abgelegt werden können, denn nur so kann ein flexibles und individuelles Studium absolviert werden.

Universitäre Infrastruktur verbessern!
Gerade zu Prüfungszeiten sind vor Allem in der Bibliothek nicht annähernd genügend Arbeitsplätze für alle da. Wir setzen uns daher die Öffnung der Seminarräume in den Semesterferien ein. Außerdem sollte es in allen Bibliotheken Übersichtspläne mit Ausweichräumlichkeiten geben, falls mal wieder kein Platz frei ist.
Des Weiteren halten wir eine Verbesserung der bestehenden Infrastruktur für unerlässlich. So sind etwa ausreichend Steckdosen für die Laptopbenutzung bereit zu stellen.

Uniweites W-LAN!
In vielen Hörsälen, Seminarräumen und Universitätsgebäuden gibt es keinen oder nur mangelhaften W-LAN-Empfang. Dies ist jedoch Grundvoraussetzung des akademischen Lebens und muss daher auf dem gesamten Universitätsgelände gewährleistet sein.

Interdisziplinarität der Studiengänge!
Wir fordern mehr Raum für fächerübergreifende Veranstaltungen in unseren Studienordnungen. Wir finden es untragbar, dass etwa Studierende der Wirtschaftswissenschaften, weniger als 3 % ihrer nötigen ECTS-Punkte auf diese Weise erwerben können. Hierbei muss auch gewährleistet werden, dass die Studierenden fachbereichsübergreifend besser über die Veranstaltungsmöglichkeiten informiert werden

Master für alle!
Wir finden, dass es allen Menschen mit einem Bacheloranschluss ohne Hürden möglich sein muss, einen Master zu beginnen. Schon jetzt arbeiten unsere Senatsmitglieder konstruktiv daran in Studienordnungen bestehende Zulassungsbeschränkungen außer Kraft zu setzen.
Darüber hinaus dürfen die Universitäten auch keine kostenpflichtigen Sprach- und Zugangstests verlangen.

Studentisches Leben

Wohnsituation verbessern!
Die Wohnsituation in Marburg wird immer prekärer. Viele Studierende müssen sich mit viel zu hohen Mieten, unverschämten ImmobilienmaklerInnen, schlechtem Zustand der Wohnungen, großem Zeitaufwand bei der Wohnungssuche herumschlagen. Die immer steigende Zahl an Studierenden verschlimmert diese Situation mit jedem Semester. Viele Studierende sind gezwungen zu pendeln und sich hiermit von der teilweise sehr schlechten Verbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel abhängig zu machen. Oftmals sind somit Besuche von Abendveranstaltungen nur erschwert möglich. Zu Beginn jedes Semesters gibt es Studierende, die gezwungener Maßen ihre ersten Studiumswochen in Hotels, Jugendherbergen oder Zelten verbringen müssen. Dies ist nicht hinzunehmen!
Daher fordern wir: Es muss Schluss sein mit der Macht der MaklerInnen, die Profit aus der Wohnungsproblematik ziehen. Stattdessen fordern wir eine zentrale Wohnraumvermittlung des AStA. Hier sollen Studierende, deren Wohnungen frei werden, dies beim AStA anzeigen und dadurch den Umweg über MaklerInnen verhindern. Wohnungssuchende Studierende können Anzeigen bei einem Onlineportal des AStA schalten.
Auch soll mit einer besseren Vermittlung von Studierenden für Studierende die „Fuchsjagd“ der Burschenschaften verhindert werden. Diese locken uninformierte Erstsemester mit billigem Wohnraum und versuchen so, neue Mitwirkende für ihre Strukturen zu gewinnen.

Bessere Anbindung der Randgebiete per ÖPNV!
Wir fordern eine bessere Versorgung der Randgebiete Marburgs per ÖPNV, um deren Attraktivität als Wohnort für Studierende zu steigern. Dabei müssen sowohl die Frequenz der Busfahrten, als auch das Angebot an Nachtfahrten besser an die vorherrschenden Bedürfnisse angepasst werden.

Beratungsangebot ausbauen!
Das Beratungsangebot, sowohl im Bereich BaföG, als auch in der Sozialberatung muss ausgebaut werden. Leider übersteigt der Bedarf das real existierende Angebot bei weitem, hier muss dringend personell aufgestockt werden.
Wir werden uns für eine bedarfsdeckende Finanzierung einsetzen, ohne dass es weitere sprunghafte Beitragserhöhungen für Studierende geben muss.

Hochschulsport
Viele der Kurse des Zentrums für Hochschulsport sind am Semesterbeginn bereits nach wenigen Minuten ausgebucht. Wir fordern hierbei die Chancengleichheit bei der Anmeldung durch eine Prioritätenangabe sowie einen verlängerten Anmeldezeitraum stark zu verbessern.
Des Weiteren ist ein größeres Angebot vor Allem bei beliebten Sportarten zu schaffen. Dabei müssen auch vorhandene Kapazitäten besser ausgeschöpft und Instand gehalten werden.

Für eine tolerante, soziale und weltoffen ausgerichtete Hochschule!
Ausländische Studierende müssen die Möglichkeit bekommen, die Hochschule und den Standort Marburg als lern- und lebensfreundliche Umgebung wahrzunehmen. Daher möchten wir die allgemeine Rahmenbedingungen ausländischer Studierender sowie ihre Betreuung verbessern.
Wir fordern eine grundsätzlich gute und positive Willkommensstruktur für Austauschstudierende sowie für BildungsinländerInnen. Die Orientierungswoche für internationale Studierende muss hierbei besser auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Betreuung in kleinen Gruppen sowie Unterstützung bei verwaltungstechnischen und bürokratischen Formalitäten der Universität und der Stadt Marburg.
Ferner fordern wir, das Sprach- sowie Intensivkursangebot vor dem Semesteranfang als auch im Laufe des Semesters zu erweitern. Die Sprachkurse in Kleingruppen müssen durch eine effizientere und zielgerichtete Ausgestaltung, bzw. die Vermehrung von Lehrkraft, den Lernstand aller Studierender berücksichtigen, um so das Sprachniveau jedes Einzelnen fördern zu können.
Darauf aufbauend dürfen Veranstaltungen für ausländische Studierende nicht nur in deutscher Sprache angeboten werden. Hier ist die fächerübergreifende Sicherstellung von Veranstaltungen, wie Vorlesungen und Seminaren, in englischer Sprache sehr wichtig. Zusätzlich fordern wir alle Veröffentlichungen der Universität und ihren Gremien, des AStA und des Studierendenparlaments künftig zweisprachig zu verfassen, um eine Teilhabe der internationalen Studierenden zu ermöglichen.

Tierversuchsfreies Studium!
Wir halten es für untragbar, dass Studierende trotz möglicher Alternativangebote gezwungen werden, an Tieren Versuche während ihres Studiums vorzunehmen. Daher fordern wir die Schaffung von Alternativangeboten in den entsprechenden Studiengängen.

Zivilklausel einführen!
Wir fordern mehr Transparenz in Bezug auf die Rüstungsforschung in den einzelnen Fachbereichen der Universität Marburg. Zudem setzen wir uns für die Einführung der Zivilklausel an unserer Universität ein.

Transparentere Vergabe von Vollstudienplätzen!
Wir finden es skandalös, dass im Studiengang Humanmedizin freiwerdende Vollstudienplätze an InhaberInnen von Teilstudienplätzen momentan nach einem undurchsichtigen Verfahren vergeben werden. Daher fordern wir die Festschreibung und vereinfachte Veröffentlichung von Vergabekriterien, um mehr Studierenden die Möglichkeit eines Vollstudienplatzes zu ermöglichen.

Mensa- und Bistroessen verbessern und deklarieren!
Wir fordern, dass alle Studierenden in der Mensa, sowie in allen Cafés und anderen Gastronomieeinrichtungen des Studentenwerks gesund und günstig essen können. Das derzeitige Verhältnis von Essensqualität, Portionsgröße und Preis halten wir für untragbar. Hier muss dringend nachgebessert werden! Wir fordern daher ein 2,00€ -Tagesgericht, von dem die Studierenden auch satt werden.
Ferner fordern wir künftig das angebotene Essen zufriedenstellend zu deklarieren. Wir wollen nicht nur wissen, wie viele Kalorien das Essen hat, sondern auch welche Zutaten verwendet wurden! Besonders für VegetarierInnen und VeganerInnen ist dies wichtig. Gerade die Kennzeichnung der Nachspeisen ist bisher inakzeptabel. Auch AllergikerInnen oder laktoseintolerante Studierende haben nicht die Möglichkeit das Speiseangebot der Mensa in Anspruch zu nehmen. Deshalb fordern wir, dass alle relevanten Zutaten und Inhaltsstoffe gekennzeichnet werden und somit die Mensa sowie alle anderen gastronomischen Einrichtungen des Studentenwerks allen Studierenden offen stehen.
Bereits in der vergangenen Legislatur haben wir uns innerhalb des Studierendenparlaments für die Einführung eines täglichen vegetarischen und veganen Gerichts in allen universitären Gastronomiebetrieben eingesetzt. Diese Forderung wollen wir weiter verfolgen und durchsetzen.

Ökologisch Handeln

Ökologisches Drucken!
Wir fordern die Anpassung der Kopierkosten bei Duplex-Ausdrucken. Es ist für uns unverständlich, weshalb ein Druck auf zwei Seiten die Studierenden genauso viel kostet wie das Bedrucken von Vorder- und Rückseite. Dies schafft keinerlei Anreize zu ökologischem Umgang mit Papier.
Zudem fordern wir, dass die Druckeinstellungen an allen Computern der Universität standardmäßig auf Duplex geschaltet werden. Des Weiteren fordern wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Philipps-Universität auf, dort wo es sinnvoll ist den Duplex-Druck zu verwenden. Auch fordern wir, dass alle universitären Drucker mit recycelten Papier auszustatten, welches mit einem Gütesiegel versehen ist, um einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Papier zu gewährleisten.

Transparenz schaffen

Öffentlichkeitsarbeit
Hochschulpolitik für Studierende!Nicht nur der Informationsfluss an sich soll erhöht werden, sondern auch die Kompetenz, mit diesem etwas zu erreichen. Die Mündigkeit der Studierendenschaft soll gesteigert werden. Wesentlich dafür ist es zu erkennen, warum Hochschulpolitik wichtig ist, wieso „sich beschweren“ nicht wirkungslos bleibt und welche Form es dafür an der Hochschule gibt.

Unsere konkreten Vorhaben:
Jedes Sommersemester sollen sich die Listen, die zu den Wahlen antreten, in einer gemeinsamen Wahlkampfveranstaltung vorstellen. So soll gewährleistet werden, dass Listen sich nicht hinter ihren Namen verstecken. Diese Veranstaltung soll dem Ersti-Dinner ähneln. Jede Liste erhält einen Tisch im Foyer des Studierendenwerks und alle Studierenden sind eingeladen vorbei zu kommen und sich über die einzelnen Listen im Gespräch zu informieren. Möglich wäre auch eine Podiumsdiskussion.
Die Ersti-Vollversammlung, die jedes Semester zu Beginn stattfindet, soll von der Orientierungswoche auf die erste Vorlesungswoche verlegt werden. Nicht nur die Ersti-Teamer sollen intensiver mit der Bewerbung dieser Veranstaltung beauftragt werden. Statt nur Plakate aufzuhängen, sollen besonders die Vorlesungen genutzt werden für die Ankündigung der Vollversammlung. Während dieser Vollversammlung soll sich nicht nur der AStA vorstellen, sondern auch die studentischen Senatoren, die studentischen Mitglieder im Verwaltungsrat des Studentenwerks usw. So soll die Bandbreite des hochschulpolitischen Engagements aufgezeigt werden und Barrieren abgebaut werden. Die aktiven Hochschulgruppen sollen ebenfalls Raum bekommen sich vor der Vollversammlung präsentieren zu können.
Ein AStA mit Beteiligung der Juso-HSG wird sich dafür einsetzen, in regelmäßigen Abständen Vollversammlungen im Sinne der Satzung abzuhalten, geleitet von Präsidium des Studierendenparlaments, das ein Protokoll dazu anfertigt. Das Ziel ist es, über die aktuellen Vorgänge im Studierendenparlament, im AStA, im Senat usw. zu informieren und dann – im besten Fall – in einen Dialog mit den Studierenden zu treten.
Ein Bericht des AStAs in den Sitzungen des Studierendenparlaments reicht nicht aus.

Mehr Transparenz bei der Mittelvergabe!
Wir fordern, dass die Verwendung von Bundes- und Landesmitteln, AStA-Beiträgen und Verwaltungspauschalen transparent und für die Studierendenschaft leicht und verständlich nachvollziehbar dargestellt werden.

Gleichstellung

Wir fordern eine Gleichstellung der Geschlechter auch über die klassischen Rollenbilder von „Frau“ und „Mann“ hinaus.
Wir möchten in der Universität und in der Gesellschaft das Bewusstsein für Gleichstellung, Toleranz und Anerkennung von individuellen Fähigkeiten schaffen. Hierzu zählt auch, dass die Universität ihre offiziellen Veröffentlichungen und Emails an die Studierenden ausnahmslos geschlechtsneutral formuliert. Wir setzen uns dafür ein, dass künftig verstärkt Professuren über das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder vergeben werden.
Des Weiteren fordern wir die Einführung einer 50-prozentigen Geschlechterquote bei der Besetzung der Professuren. Bei der Einstellung von wissenschaftlichen und studentischen MitarbeiterInnen fordern wir die Anwendung des Kaskadenmodells unter Berücksichtigung einer angemessenen Mindestquote, um die Gleichstellung an der Universität weiter voranzutreiben.